TURN YOUR DISPLAY

mirror stage

Installation
2018

mirror stage

Installation

Category: Master Project
School: Hochschule für Künste Bremen
Course Title: Master Project 2017
Lecturer: Dennis Paul / Peter von Maydell / Ralf Baecker / Petra Klusmeyer
Year: WS 2017/18

Die interaktive Installation “mirror stage” lässt den Betrachter einen Moment der Depersonalisierung des eigenen Spiegelbildes erleben.

Das Projekt “mirror stage” basiert auf einem theoretischen Ansatz des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan. Er beschreibt die Formung des Imaginären in dem Moment, in dem sich ein Kind zum ersten Mal im Spiegel erkennt. Davor sehen wir uns nur als einen fragmentierten Körper, aber niemals als ganze Einheit. Daher ist der Zeitpunkt, in dem wir uns im Spiegel wiedererkennen, entscheidend für unsere Entwicklung als Person, denn in diesem Moment, so Lacan, dringt das Imaginäre in unser Leben. Ab dann identifiziert sich ein Mensch mit etwas, das nicht der Körper ist, sondern sein Spiegelbild.

Die interaktive Installation “mirror stage” sabotiert diesen Moment der Realisierung.

Mithilfe von TouchDesigner können die Tiefe-Daten der Kinect verwendet werden, um eine generative, grafische Darstellung des Körpers, der vor dem Spiegel steht, zu erzeugen. Diese wird auf die halbtransparente Spiegel-Oberfläche projiziert und überlagert sich dort mit der tatsächlichen Spiegelung.

Der Spiegel ist ein Einwegspiegel, er wirkt von einer Seite wie ein Spiegel, während die andere Seite durchsichtig ist, wie ein normales Fenster. Wenn die eine Seite einem beleuchteten Raum zugewandt ist, reflektiert die Oberfläche, was in diesem Raum ist, sofern das andere Ende des Raumes dunkel ist.

Der Spiegel besteht aus einer 8mm starken Acrylglasscheibe und Silberfolie. Für die rahmenlose, leichte Anmutung steht der Spiegel nur auf zwei Holzfüßen. So scheint der Spiegel fast im Raum zu schweben

Der Beobachter, der vor den Spiegel tritt, wird von der Kinect verfolgt, die Daten werden vom Computersystem verarbeitet und die erzeugte Ausgabe wird auf die Rückseite des Spiegels projiziert.

Der Betrachter sollte eine Entfremdung von seinem eigenen Spiegelbild erfahren. Wenn er in den Spiegel schaut, wird normalerweise erwartet, dass dieser den Körper widerspiegelt, aber der Spiegel bricht mit diesen Erwartungen und erzeugt so die Möglichkeit, sich selbst neu zu sehen.

Die Ästhetik der Projektion ergibt sich aus der veränderten Darstellung des Spiegelbildes. Der Betrachter soll sich immer noch wahrnehmen können, aber als eine vereinfachte, zerfallende Silhouette seiner selbst. Die grafische Darstellung erfolgt in schwarz und weiß, so kann möglichst viel Licht durch den Spiegel transportiert und das eigentliche Spiegelbild stärker irritiert werden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass die Projektion und die Reflektion komplett übereinstimmen.

Mit der abstrakten Darstellung des Spiegelbildes sollte der Betrachter eine entkoppelte Wahrnehmung seiner selbst erfahren. Der Spiegel soll die Illusion erzeugen, als ob eine andere Person oder ein entfremdetes Ich vor dem Spiegel stehen würde. Die interaktive Erfahrung, die daraus resultiert, lädt Sie dazu ein, herumzuspielen und mit den Formen zu experimentieren, die generiert werden.

The interactive installation “mirror stage” lets the observer experience a moment of depersonalization of their own mirror image.

The project “mirror stage” is based on a theoretical approach by the French psychoanalyst and psychiatrist Jacques Lacan. He describes the forming of the imaginary in the moment when an infant first recognizes itself in a mirror. Before that, we only see ourselves as fragmented body parts, but never as a whole entity. Therefore the instant we recognize ourselves in the mirror is crucial to our development as a person, because in that, according to Lacan, the imaginary enters our lives. From that moment forward, a human identifies with something which is not the body, but rather its reflection in the mirror.

The interactive installation “mirror stage” sabotages this moment of realization.

With the help of TouchDesigner, the depth data of the Kinect can be used to create a generative, graphical representation of the person in front of the semi-transparent mirror. This is projected onto the mirror surface and overlays with the actual reflection.

The mirror is a one-way-mirror, that means it works from one side as a mirror while the other side is see-through like a normal window. If one side is faced towards a lit up room, the surface will reflect whatever is in that room, while the other side of the room is dark.

The mirror is made of 8mm thick acrylic glass and a silver foil. In order for it to be frameless, the mirror stands on two wooden feet. This gives the mirror a light look and it almost appears to be floating in the room.

The observer who steps in front of the mirror gets tracked by the Kinect, the data gets processed by the computing system and the generated output is projected onto the rear side of the one-way mirror.

The viewers should experience alienation from their own mirror image. When they look in the mirror they normally expect it to reflect their body, but this one breaks with these expectations and thus generates the possibility to perceive oneself new.

The aesthetics of the projection result from the changed representation of the mirror image. The viewer should still be able to perceive himself but as a simplified, decomposing silhouette. The graphical output should be in black and white. Thus as much white color, therefore, light as possible will be transported through the mirror and the actual reflection will be more distorted and alienates the mirror image. However for that to happen it is not necessary for the projection and the reflection to overlap completely.

With the abstract representation of his mirror image, the observer should experience a decoupled perception of himself. The mirror should create the illusion as if another person or an alienated self were standing in front of the mirror. The interactive experience that results from this invites you to play around and experiment with the forms that the program creates.

negotiation

Object
2017

negotiation

Object

Category: Semester Project
School: Hochschule für Künste Bremen
Course Title: Digital Artifactual Objections
Lecturer: Dennis Paul
Year: SS 2017

Bei Negotiation handelt es sich um eine überarbeitete Gestaltung traditioneller Duellwaffen. Die Person, die die Pistole in der Hand hält, muss sich durch die zusätzlichen Mechanismen nicht bloß moralisch, sondern auch durch Inkaufnahme eigener physischer Schmerzen, zur Ausführung seiner Tat überwinden. Das Design hinterfragt die Praktik des Duells sowie die Gestaltung von Waffen im Allgemeinen.

„Ein Duell ist ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln.“ (Wikipedia)

Bis zum 19. Jahrhundert war es geläufig, einen Streit mit der Waffe auszutragen. Der zielsichere und vor allem schnellere Schütze erhielt Recht und sein Kontrahent war in den meisten Fällen tot. Diese Art der Streitschlichtung unterlag strengen Regeln. Wer eine Meinungsverschiedenheit mit Jemandem hatte oder grob beleidigt wurde, konnte nicht einfach zu der anderen Person hingehen und diese erschießen. Jeder musste sich an die Vorgaben halten, da das Töten einer Person in allen anderen Fällen als Mord galt. Die Duellregeln legitimierten dagegen eine Tötungsabsicht, damit Ehrenmänner ihren Stand bewahren konnten.

Der Code Duello ist ein solches Regelwerk, in dem 25 Richtlinien festgehalten sind, an die sich Duellanten zu halten hatten. Diese Regeln legen genau fest, welche Waffen benutzt werden dürfen, wie sich ein jeder während des Duells zu verhalten hat und dass jeder Kontrahent einen Sekundanten dabei haben muss. Diese hatten die Funktion zu bezeugen, dass die Vorgaben für den Zweikampf exakt eingehalten wurden.
In erster Linie hatte das Duell die Funktion, der persönlichen Ehre nachzukommen. Jemanden zu erschießen, stand dabei an zweiter Stelle und war nie das Hauptmotiv. Wer nicht zu einem Duell erschien, verlor sein Ansehen als Ehrenmann und wurde von der Gesellschaft verstoßen.

Seit dem 19. Jahrhundert ist das Duellieren verboten. Die Duellpistolen Negotiation bieten dennoch die Möglichkeit, Uneinigkeiten auszufechten, ohne dabei jemanden tödlich zu verletzen. Gegenwärtig werden Streitigkeiten oft nicht richtig ausgetragen. Viele reden nicht mehr miteinander, schlucken den dadurch entstandenen Frust herunter und tun so, als wäre nichts gewesen. Stattdessen wird einfach so weitergemacht wie bisher, ohne dass sich etwas am Status quo ändert. Und das, obwohl in der heutigen, durch soziale Medien geprägten, Gesellschaft Ansehen mindesten genauso wichtig zu sein scheint, wie vor einigen Hundert Jahren.

Negotiation reicht vielleicht nicht aus, um die Ehre wiederherzustellen. Trotzdem bietet es die Möglichkeit, den angestauten Frust abzulassen und die Situation zu reflektieren.

Der Mechanismus der Waffe basiert auf einem Dartblaster, der mithilfe von Luftdruck und der Kompression einer Feder Schaumstoffgeschosse verschießt. Zusätzlich ist ein Elektroschocker verbaut. Dieser besteht aus einer Stromversorgung, einem Impulsgeber sowie dem Hochspannungstransformator.

Wird der Abzug der Waffe betätigt, nachdem diese geladen wurde, erhält die ausführende Person einen Stromschlag. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet das Wort Negotiation sowohl Verhandlung als auch Überwindung. Eben diese Doppeldeutigkeit soll sich in der Funktionsweise der Pistole widerspiegeln. Wer einen Streit mit einer Schusswaffe austragen will, muss zunächst mit sich selber darum ringen, diese Tat wirklich auszuführen.

Die elektrischen Teile befinden sich im Inneren der Waffe. Mithilfe von Kabeln sind diese mit dem Abzug und dem Griff verbunden und angeschlossen. Der Strom wird durch kleine Kupferbauteile, die an diesen Komponenten befestigt sind, geleitet.

Das Design der Waffe ist an das schlichte, minimalistische und oft in weiß gehaltene Aussehen von Braun-Produkten aus den 70er Jahren von Dieter Rams angelehnt. Was Form, Größe und Gewicht betrifft, orientiert sich das Objekt an traditionellen Duellpistolen. Durch diese Gestaltung wirken sie, als würden sie aus einer Sci-Fi- oder Comicwelt stammen.

Die einzelnen Bestandteile sind 3D-gedruckt. Der Griff besteht aus zwei Schalen, die mit dem Lauf durch einen Steckmechanismus miteinander verbunden werden. Darin wird die Technik nach außen hin nicht sichtbar untergebracht. Lediglich die einige mechanischen Bestandteile, wie Abzug und Hammer sind im äußeren Design zu erkennen und erfüllen die für eine Schusswaffe üblichen Funktionen.

Als Material wurde sich bewusst für Kunststoff entschieden. Dadurch wird ein deutlicher Kontrast zu den herkömmlichen Baustoffen von Duellpistolen geschaffen, die überwiegend aus Holz und Metall bestanden. Das 3D-gedruckte Plastik erzeugt zudem den Eindruck von etwas Neuem und Modernen. Gleichzeitig vermittelt das Material aber auch eine gewisse Unwertigkeit oder den Anschein von schlechter Qualität, was gut zu der Mentalität der heutigen verschwendungsaffinen Gesellschaft zu passen scheint.

Während der Gestaltungsphase wurde sich neben der Veränderung der Duellfunktion zusätzlich mit dem Design von Waffen im Allgemeinen beschäftigt: Von dem klassischen Handwerk Jagdwaffen zu konstruieren, bis hin zur technischen Fertigung in der Rüstungsindustrie. Die beiden Objekte sollen gleichzeitig eine Form von Kritik daran darstellen, ob und wieso Designer für die Rüstungsindustrie arbeiten

Negotiation is an approach to redesign traditional dueling weapons. The person holding the gun has to overcome not only the moral values but also physical pain because of an additional mechanism that produces an electric shock. The project questions the practice of duelling as well as the design of weapons in general.

“Duel, a pre-arranged, private fight between two persons, to settle a point of honor or personal quarrel.” (Wikipedia)

Up until the 19th century it was a common to carry out a dispute with weapons. Whoever was the better gunman and faster shooter was right and his opponent dead in most cases. This type of settlement was subject to strict rules. Whoever had a disagreement with someone else, or got offended by them, could not just go forth and kill the other person. Everyone had to adhere to the guidelines, otherwise killing a person was considered murder. The duel rules, on the other hands, legitimated the intention to kill, so that men of honor could maintain or restore their reputation.

The Code Duello is one of such rulesets consisting of 25 rules which duellers had to comply with. These rules determine which weapons may be used, how one must behave during the duel and that each opponent must have a second. These had the function to testify that the stipulations for the duel were met.

First and foremost the duel had the function to restore personal honor. Shooting someone was never the main motive. Whoever did not appear to a duel, lost their reputation as a man of honor and was rejected by society.

Since the 19th century duelling is prohibited. The dueling pistols “Negotiation” offer the opportunity to fight disagreements without mortally hurting anyone again. At present, arguments are often not properly resolved. Many do not talk to each other anymore, swallow the resulting frustration and act as if nothing had happened. Then they just go on as before, without any changes to the status quo. And that, although in today’s social media-driven society, reputation seems as important as it did a few hundred years ago.

Negotiation might not be enough to restore someone’s honor. Nevertheless, it offers the opportunity to release the accumulated frustration and to reflect the situation.

The mechanism of the weapon is based on a dart gun, which shoots foam darts with the help of air pressure and the compression of a spring. In addition, a taser is installed, which consists of a power supply, an emitter and a high-voltage transformer.

If the trigger is actuated after the gun has been loaded, the person letting off the shot gets a noticeable but not fatal electric shock.
The English term negotiation means has two meanings and can be translated as two different words: argument and overcoming. This ambiguity should be reflected in the function of the gun. Whoever wants to carry out a dispute with a firearm first has to consider the consequences to really perform this act.
The electrical parts are inside the gun, and are connected to the trigger and the hammer. Electricity are conducted by small copper components attached to the mechanical parts.

The design is inspired by the simple, minimalistic and often white appearance of Dieter Rams’ Braun products from the 1970s. In terms of shape, size and weight, the object is based on traditional dueling pistols. Because of the sleek design, the objects seem artificial as if they came from a sci-fi or cartoon world.
During the design phase, in addition to altering the dueling function, the design of weapons in general was also dealt with: From the classic craft of constructing hunting weapons up to the technical production in the arms industry. The two objects are meant to be a form of criticism of whether and why designers work for that industry.

The components are made of 3D printed white plastic. The handle consists of two shells, which are connected with the barrel by a plug mechanism. Within the technology is not visible. Only some parts of the mechanical components, such as trigger and hammer can be seen in the outer design and meet the usual functions for a firearm.

The plastic material was deliberately chosen. This creates a clear contrast to the conventional materials traditional duell pistols were made of, which mainly consisted of wood and metal. The 3D printed plastic also gives the impression of something new and modern. At the same time, however, the material also conveys a certain unworthiness or the appearance of poor quality, which seems to fit well with the mentality of today’s throwaway society.

Aggregat

Website
2017

Aggregat

Website

Category: Work
Job:  Graphek
Task: Programming
Year: 2017

Während meiner Arbeit für Graphek war ich 2017 an der Entwicklung der WordPress-basierten Webseite und dem Online-Shop für Aggregat Bremen beteiligt.

Aggregat designt, fertigt und verkauft hangearbeitete Möbel. Die Webseite enthält nicht nur einen WooCommerce Onlineshop, sondern auch einen Möbelkonfigurator, bei dem sich Kunden ihr Möbelstück selbst zusammenstellen können. Dieses wird dann ganz individuell für den Kunden produziert.

VISIT AGGREGAT BREMEN

While working for Graphek in 2017 I was involved in the programming of this WordPress based Website and Shop for Aggregat Bremen.

Aggregat designs, produces and sells custom made Furniture. Their website features not only a WooCommerce webshop but also a configurator where customers can compose and purchase the furniture which then will be assembled individually and on demand.

VISIT AGGREGAT BREMEN

the poperator

Installation
2016

the poperator

Installation

Category: Semester Project
School: Hochschule für Künste Bremen
Course Title: design pop
Lecturer: Dennis Paul
Year: SS 2016

Der poperator ist eine Maschine die überflüssige Pop News in Sand schreibt, um die Schnelllebigkeit dieser Medien zu unterstreichen. Das Internet wird täglich von oberflächlichen Meldungen über berühmte Prominente überflutet. Diese Art von Information in das Internet zu setzen kostet keine Mühe, doch einmal online, lässt es sich nie wieder löschen. Der poperator hingegen braucht extrem lange um einen kurzen Satz aufzuschreiben, und sobald der Satz im Sand verschwindet ist er für immer weg.

Die Maschine ist eine selbstgebaute CNC-Maschine. Fast alle Teile sind alle im Baumarkt erhältlich, außerdem wurden einige elektrische Komponenten wie ein Arduino, Sensoren und Motoren verwendet. Im Gegensatz zu den oberflächlichen Inhalten die produziert werden, sieht die Maschine sehr industriell und grob aus.

Ein Programm, welches sich über das Terminalfenster aufrufen lässt, steuert die Maschine. Sobald eine Datei ausgewählt wurde beginnt die Maschine zu zeichnen. Vier Motoren steuern drei Achsen in sechs verschiedene Richtungen, so ist die Maschine besonders präzise. Die Präzision wird durch Sensorscheiben ermöglicht, die zusammen mit Gabellichtschranken aus den Motoren Steppermotoren machen.

Das Pendel ist über ein Kabel mit der Maschine verbunden. Die Spitze des Pendels ist so eingestellt, dass sie eine feine Linie in den Sand zeichnet, die nur wenige Millimeter tief ist. Verwendet wurde ein sehr feinkörniger Quarzsand, darin werden selbst die leichtesten Linien sichtbar. Der Gedanke etwas in Sand zu schreiben ist ein Klischee und romantisiert, deshalb passt es sehr gut zu den oberflächlichen Pop News.

The poperator is a machine that writes redundant pop news into the sand to emphasize the ephemerality of this media. The internet is flooded with superficial news about popular celebrities every day. Submitting this kind of information takes no afford, but once it is on the internet it will always be there. The poperator, on the other hand, takes an immense amount of time to write down a short sentence and once the sentence is blurred in the sand it is gone. 

The machine itself is a modified CNC-machine which is entirely made out of hardware store materials and some electrical components like an Arduino, sensors and motors. Contrary to the polished content it delivers, the machine looks very industrial and rough.

The machine is controlled by a program that can be operated with the terminal. Once a file is selected the machine starts drawing. Four motors drive the three axes in six different directions and enable the machine to work very accurately. This is possible because of gear wheels and photosensors, which turn the motors into stepper motors.

A wire connects the pendulum with the machine. The tip carves lines into the sand which are only a few millimeters deep. The sand is very fine-grained quartz sand. Even the most delicate lines are visible in its surface.

The sand was chosen as the material to draw in because of its diversity. Sand has the ability to visualize tangible shapes and it can go back into its initial state without any change. Furthermore, the idea of drawing into sand is a cliché and romanticized, therefore it fits perfectly to the superficial pop news.

Thurid

Game
2016

Thurid

Game

Category: Semester Project
School: Universität Bremen
Course Title: Entertainment Computing
Lecturer: Prof. Dr. Rainer Malaka
In cooperation with: Mette Boldt & Michael Bonfert
Year: SS 2016

The Idea

The game Thurid will be a classic 2D side-scrolling game whose premise is the Viking age and the worlds, stories and creatures of the Norse mythology. The game will be based on solving small riddles as well as fights. The game character’s inventory of weapons and other items will play a significant role in the game.

The game character Thurid, a Viking woman, has been captured by the Jotuns, but as it appears that her fellow Vikings prefer looting over rescuing her, she has to escape on her own. She must fight her way through the different worlds to get back to Midgard, the world of humans – and beyond when truths about her past and the reason for her kidnapping are revealed.

 

About Thurid

Thurid, a pre-designed character, is a female Viking warrior. Although she has a petite figure, she is one of the best fighters in her village. Not only is she very strong for a female, but also very agile and smart. She has blond hair that is usually in a long braid, around her neck she wears a ferret.

Thurid has a tattoo that starts at her hairline and fades onto her forehead. She must have gotten it as a child because she cannot remember where and when she got it or what it means. More specifically, she does not know much about her childhood at all. She grew up with the other men in the village and became a warrior when they noticed her talent in fighting. She had to bear up against all the men, therefore she had to become really independent and self-confident, but also a bit stubborn. Now, this training pays off, because she has to escape and “rescue herself” from the Jotuns.

Christ Freeze Dryer

UI/UX
2016

Christ Freeze Dryer

UI/UX

Category: Semester Project
School: Hochschule für Künste Bremen
Course Title: UI for Lyophilisation
Lecturer: Peter von Maydell
Year: WS 15/16

The task was to redesign an interface for Freeze Dryers from Christ. I developed these screens that show the interactions and possibilities you have with this machine. The design is based around a speed meter. It visualizes the drying process which can be seen in the sped up animation.

The following steps are equivalent to the screens:

  1. The start button will open a drop-down menu to choose a preset program
  2. Choose a program, click OK and the program will start
  3. You can add new values to the overview
  4. Hit OK and the selected value will appear
  5. Slide through the values
  6. By taping on the button or sliding from right to left, the sidebar will appear
  7. Open program overview
  8. Clicking on a program once opens up options / double clicking will show the program directly
  9. You can delete a program
  10. Or edit a program
  11. By clicking on the + symbol you can add a new section, the section will appear at the end of the current phase
  12. By holding a section you can drag it to another position
  13. Tap on a segment to enter a new value
  14. Enter the value and hit OK
  15. Clicking on the + symbol will open up a menu to choose another control value
  16. Choose a value from a dropdown menu and add it to the program
  17. Tap on a segment to enter a new value
  18. Enter the value and hit OK
  19. To delete a section, double click and an x will appear, click on the x to delete the section
  20. Open graph view
  21. You can click on a section to show more details
  22. Use a pinch gesture in order to zoom in / out
  23. The sidebar is in the graph and schematic view on the left side
  24. Open program overview
  25. When you click on the + here you create a new program
  26. After you enter the programs name hit OK to enter the program’s values
  27. Clicking delete will first open a dialogue that asks you if you are sure
  28. When you click yes you will come back to the program overview
  29. Open schematic view
  30. By tapping on different sections on the schematic view the associated value will be highlighted

IVAN'S DREAM

Virtual & Augmented Reality
2015

IVAN'S DREAM

Virtual & Augmented Reality

Category: Bachelor Thesis
School: Hochschule Mainz
Supervisor: Anna-Lisa Schönecker
Year: SS 2015

NEUE GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN DURCH VIRTUAL UND AUGMENTED REALITY

Ich habe mich mit Virtual und Augmented Reality beschäftigt, um herauszufinden wie diese Technologien in Zukunft unser Leben beeinflussen werden und welche Gestaltungsparameter durch dieses neue Medium entstehen.

Unser Alltag und die Realität werden zunehmend von virtuellen Informationen beeinflusst. Sie zeigen sich in Form von Bildschirmen, die wir mit uns tragen, an denen wir arbeiten und die uns mit Informationen versorgen. Diese Erweiterung unserer Realität geschieht inzwischen so selbstverständlich, dass wir sie kaum noch wahrnehmen.

Durch die technologische Entwicklung von Head-Mounted Displays und Augmented Reality könnte bald die Möglichkeit bestehen, diese Informationen in einer eigenen Ebene zu visualisieren, die sich nahtlos in unsere Umwelt integriert. Dann haben sie das Potenzial irgendwann das Smartphone und alle anderen Bildschirme zu ersetzen.

Die Idee und den Wunsch, in eine virtuelle Welt eintauchen zu können, gibt es schon seit 1965. Trotzdem dauerte die Entwicklung der optimalen Hardware 50 Jahre bis auch große Konzerne eine Zukunft in der Technologie sahen. Inzwischen beteiligen sich unter anderem Google, Microsoft und Facebook an dem Wettbewerb.

Neben dem technischen Aspekt finde ich es als Designer besonders interessant herauszufinden, welche Möglichkeiten der Gestaltung entstehen werden und wie sich meine Arbeit dadurch verändern wird.
Wie sieht es aus, wenn die Virtualität die rechteckigen Grenzen eines Bildschirmes verlässt und sich in der Umgebung unseres Alltages einbettet? Wie sieht Screendesign aus, wenn es keine gewöhnlichen Bildschirme mehr gibt und wie könnte die Interaktion mit einem Augmented Reality Interface funktionieren?

Meine Bachelorarbeit richtet sich in erster Linie an Gestalter und Leute, die sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Dennoch erkläre ich zu Beginn meiner Arbeit wie Virtual Reality und Augmented Reality sich voneinander unterscheiden und was Head Mounted Displays sind. Da sich diese Technologien aber zur Zeit noch in der Entwicklung befinden und voraussichtlich frühestens Ende 2015 den Verbrauchermarkt erreichen, gibt es wenig Gestaltungsbeispiele. Deshalb greife ich für die Analyse von Interfacegestaltung auf Science Fiction zurück.

Aus meinen Ergebnissen habe ich ein Konzept für ein alltagstaugliches Augmented Reality Interface entwickelt und meine Ideen in Form von fünf kurzen Filmen visualisiert.

PROJEKTSEITE BESUCHEN

NEW POSSIBILITIES FOR DESIGN THROUGH VIRTUAL AND AUGMENTED REALITY

I’ve been researching on Virtual and Augmented Reality to see how these technologies will affect our lives in the future and what design parameters are created by this new medium.

From my research results, I developed a concept for an augmented reality interface and visualized my ideas in five short films.

VISIT THE PROJECT PAGE (German)

FUTHARA

Typeface & Book
2015

FUTHARA

Typeface & Book

Category: Semester Project
School: Hochschule Mainz
Course Title: Type & Taschenbuch
Lecturer: Johannes Bergerhausen
In cooperation with: Adriana Coll
Year: WS 2014/15

Ich habe eine digitalisierte Font für das Schriftsystem der Runen entwickelt. Die Formen der Glyphen sind an die Einfachheit der Futura angelehnt.

Die Schriftart wurde zusammen mit der Font Esteno von Adriana Coll, in dem Taschenbuch All Typefaces veröffentlicht.

Braucht die Welt noch neue Schriften? Diese Frage haben wir uns im Laufe des Kurses gestellt. Aber ich frage mich, wenn die Antwort auf diese Frage ja ist, wieso haben dann nicht auch ausgestorbene Schriftsysteme ein Recht auf eine neue Font? Obwohl das Schriftsystem der Runen nicht mehr verwendet wird, gibt es ein paar wenige digitale Versionen. Diese sind aber aus typografischer Sicht eher schlecht und unlesbar gestaltet. Bei einer Runen Schrift sollten die einfachen Formen und gute Lesbarkeit im Vordergrund stehen. Geometrische Formen lassen das gesamte Schriftbild harmonischer wirken. Dabei habe ich mir die Futura als Vorbild genommen. Die Runen kommen aus dem nördlichen Raum und vermittelten schon damals eine einfache und gradlinige Ästhetik wie man sie heute noch vom skandinavischen Design kennt.

Futhara is a digitized font for the runic alphabet. The shapes of the glyphs are based on the simplicity of Futura.

The font was published together with the font Esteno by Adriana Coll, in the paperback book All Typefaces.

Does the world need new fonts? We asked ourselves this question during the course. If the answer is yes, why not develop a new font for an extinct writing system. Although the runic alphabet is no longer in use, there are a few digital versions. However, these are typographically rather poor and unreadable designed. My goal was to focus on simple shapes and readability. Geometric shapes make the typeface look harmonic. Therefore I took Futura as my role model font. Runes come from northern regions and convey a simple and straightforward aesthetic just like Scandinavian design today.

Deutschlands Supergau

Website
2015

Deutschlands Supergau

Website

Category: Interdisciplinary Project
School: Hochschule Mainz
Course Title: Interactive Storytelling
Lecturer: Prof. Philipp Pape
In Cooperation with: Jana Kocher
Year: WS 2014/15

Die Website erzählt die Geschichte der deutschen Atomkraft. Angefangen mit der großen Euphorie der 60er, über Demonstrationen in den 70ern und dem großen Umbruch nach der Katastrophe in Fukushima. Außerdem wird die Frage gestellt was nach dem Ausstieg passiert.

 

Die Geschichte der deutschen Atomenergie in fünf Akten

Mit dem Atoms for Peace Programm legten die USA der Welt ihr atomares Know-How zu Füßen. In Deutschland begann ein regelrechter Wettlauf um mithalten zu können. Der Staat trieb das Atomprogramm voran und investierte hohe Summen, während die Bevölkerung sich zunehmend gegen den Bau der Atomkraftwerke ver­suchte zu wehren. Dieser Protest wurde lange Zeit ignoriert. Erst 2000 beschließt Schröder durch den Atomkonsens den Ausstieg aus der Atomkraft. 2010 setzte die Regierung Merkel diesen Ausstieg wieder teilweise außer Kraft und verlängerte die Laufzeiten der Atomkraftwerke. Als nur ein halbes Jahr später, am 11. März 2011, die Nuklear-Katastrophe in Fukushima geschah, wurde eine politische Kettenreaktion der Ereignisse in Deutschland ausgelöst. Durch ein Moratorium wurden die sieben ältes­ten AKW umgehend abgestellt. Der endgültige Ausstieg soll bis 2020 abgeschlossen sein. Doch was kommt danach? Welche Umweltbelastungen sind durch Fukushima langfristig zu erwarten? Was passiert mit dem bereits entstanden radioaktivem Müll? Wer verhindert, dass der Ausstiegsbeschluss in der Zukunft wieder zurückgenommen wird? Bewahrt uns der Atomaustritt vor der Katastrophe, oder sind wir mitten drin?

This interactive Website tells the story of nuclear power in Germany. Starting with the great euphoria in the 60s, demonstrations in the 70s and the radical change after the disaster in Fukushima 2011. And what happens after the exit?

The Story of Nuclear Power in Five Acts

With their Atoms for Peace Program, the USA offered their knowledge about nuclear power to the world. In Germany, this euphoria sparked a race to keep up with the rest of the world. The state pushed its nuclear power program ahead and invested large sums of money into the construction of nuclear power plants while the population increasingly tried to defend against it. This protest was ignored for decades only in 2000 chancell0r Schröder decided on the exit. In 2010 the government partially suspended this exit and extended the running time of some nuclear power plants.  Only half a year later, on March 11 2011, a nuclear disaster happened in Fukushima. This sparked a political chain reaction in Germany. The seven oldest power plants in Germany were shut down immediately. The final exit should be completed by 2020. But what comes next? Which environmental impacts can be expected? What happens to radioactive waste? Will the exit protect us from the catastrophe, or are we already in the middle of it?

6. NOVEMBER 1632

Illustration & Comic
2014

6. NOVEMBER 1632

Illustration & Comic

Category: Semester-project
School: Malmö högskola
Course Title: Comics, International Perspectives
Lecturer: Jakob F. Dittmar
Year: SS 2014

Während meines Auslandssemesters in Schweden habe ich einen Comic-Kurs belegt. Für mein finales Projekt habe ich die Ballade ‘6. November 1632’ von Theodor Fontane illustriert. Es geht darin um die Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg bei der König Gustav-Adolf fiel.

 

Schwedische Heide, Novembertag,
Der Nebel grau am Boden lag,
Hin über das Steinfeld von Dalarn 
Holpert, stolpert ein Räderkarrn.

Ein Räderkarrn, beladen mit Korn;
Lorns Atterdag zieht an der Deichsel vorn,
Niels Rudbeck schiebt. Sie zwingen’s nicht,
Das Gestrüpp wird dichter, Niels aber spricht:

»Busch-Ginster wächst hier über den Steg,
Wir gehn in die Irr’, wir missen den Weg,
Wir haben links und rechts vertauscht, –
hörst du, wie der Dal-Elf rauscht?«

»Das ist nicht der Dal-Elf, der Dal-Elf ist weit,
Es rauscht nicht vor uns und nicht zur Seit’,
Es lärmt in Lüften, es klingt wie Trab,
Wie Reiter wogt es auf und ab.

Es ist wie Schlacht, die herwärts dringt,
Wie Kirchenlied es dazwischen klingt,
Ich hör’ in der Rosse wieherndem Trott:
Eine feste Burg ist unser Gott! «

Und kaum gesprochen, da Lärmen und Schrein,
In tiefen Geschwadern bricht es herein,
Es brausen und dröhnen Luft und Erd’,
vorauf ein Reiter auf weißem Pferd.

Signale, Schüsse, Rossegestampf,
Der Nebel wird schwarz wie Pulverdampf,
Wie wilde Jagd, so fliegt es vorbei; –
Zitternd ducken sich die zwei.

Nun ist es vorüber … da, wieder mit Macht
Rückwärts wogt die Reiterschlacht,
Und wieder dröhnt und donnert die Erd’,
Und wieder vorauf das weiße Pferd.

Wie ein Lichtstreif durch den Nebel es blitzt,
Kein Reiter mehr im Sattel sitzt,
Das fliehende Tier, es dampft und raucht,
Sein Weiß ist tief in Rot getaucht.

Der Sattel blutig, blutig die Mähn’,
Ganz Schweden hat das Ross gesehn: –
Auf dem Felde von Lützen am selben Tag
Gustav Adolf  in seinem Blute lag.

Theodor Fontane
(1868)

During my semester abroad in Sweden, I took a comic course. For my final project, I illustrated Theodor Fontane’s ballad 6. November 1632. It is about the Battle of Lützen in the Thirty Years’ War in which Sweden’s King Gustav-Adolf died.

 

Schwedische Heide, Novembertag,
Der Nebel grau am Boden lag,
Hin über das Steinfeld von Dalarn 
Holpert, stolpert ein Räderkarrn.

Ein Räderkarrn, beladen mit Korn;
Lorns Atterdag zieht an der Deichsel vorn,
Niels Rudbeck schiebt. Sie zwingen’s nicht,
Das Gestrüpp wird dichter, Niels aber spricht:

»Busch-Ginster wächst hier über den Steg,
Wir gehn in die Irr’, wir missen den Weg,
Wir haben links und rechts vertauscht, –
hörst du, wie der Dal-Elf rauscht?«

»Das ist nicht der Dal-Elf, der Dal-Elf ist weit,
Es rauscht nicht vor uns und nicht zur Seit’,
Es lärmt in Lüften, es klingt wie Trab,
Wie Reiter wogt es auf und ab.

Es ist wie Schlacht, die herwärts dringt,
Wie Kirchenlied es dazwischen klingt,
Ich hör’ in der Rosse wieherndem Trott:
Eine feste Burg ist unser Gott! «

Und kaum gesprochen, da Lärmen und Schrein,
In tiefen Geschwadern bricht es herein,
Es brausen und dröhnen Luft und Erd’,
vorauf ein Reiter auf weißem Pferd.

Signale, Schüsse, Rossegestampf,
Der Nebel wird schwarz wie Pulverdampf,
Wie wilde Jagd, so fliegt es vorbei; –
Zitternd ducken sich die zwei.

Nun ist es vorüber … da, wieder mit Macht
Rückwärts wogt die Reiterschlacht,
Und wieder dröhnt und donnert die Erd’,
Und wieder vorauf das weiße Pferd.

Wie ein Lichtstreif durch den Nebel es blitzt,
Kein Reiter mehr im Sattel sitzt,
Das fliehende Tier, es dampft und raucht,
Sein Weiß ist tief in Rot getaucht.

Der Sattel blutig, blutig die Mähn’,
Ganz Schweden hat das Ross gesehn: –
Auf dem Felde von Lützen am selben Tag
Gustav Adolf  in seinem Blute lag.

Theodor Fontane
(1868)

ALL EYES ON YOU

Editorial Magazine
2014

ALL EYES ON YOU

Editorial Magazine

Category: Semester-project
School: Hochschule Mainz
Course Title:  Typography & Editorial Design
Lecturer: Prof. Jean Ulysses Voelker
In cooperation with: Benjamin Schupp
Year: WS 2013/14

Ein Independent-Magazin über Überwachung und Transparenz. Wieso ist das Thema so vielen egal? Sollte man sich vor Überwachung schützen? Und warum gibt es den Drang nach Überwachung? Das Magazin konfrontiert den Leser mit unbehaglichen Fakten.

An independent magazine about surveillance and transparency. Why is the topic so unimportant to many? Should one guard against surveillance? And why is there an urge for supervision? The magazine confronts the reader with uncomfortable facts.

Verdichtung

Photography & Lyric
2014

Verdichtung

Photography & Lyric

Category: Interdisciplinary Project
School: Hochschule Mainz
Course Title: Photography / Text
Lecturer:  Prof. Stefan Enders & Ruth Preywisch
Year: WS 2013/14

Eine Exkursion nach Rom und die intensive Auseinandersetzung mit der Stadt. Das Resultat sind diese Fotos und ein Text über meine Erfahrungen mit der römischen Architektur. Beides zeigt die Enge aber auch die Schönheit der italienischen Hauptstadt.

 

Verdichtung

Meine Reise durch Rom beginnt. Eine Woche in einer fremden Stadt, von der ich vorher schon so viel gehört und gelesen hatte. Kaum bin ich angekommen, fasziniert Sie mich. Ich werde eingesaugt in die Menschenmenge, die mich mit sich zieht. In einen Sog, der sich unaufhörlich durch die vielen Gassen bewegt.

Ich fühle mich verloren, zwischen diesen ganzen Gesichtern, die mir auf den Straßen begegnen. Sie blicken auf mich hinab und verfolgen meine Schritte. Ich biege um die nächste Ecke und spüre sie immer noch hinter mir. In jeder Gasse warten neue auf mich, um mich mit steinerner Miene zu beobachten. Sie wirken so fremd und kühl. Ihre Haut ist gezeichnet vom Klima. Manche sind trocken und verblasst, andere rau, rissig und vom Alter gezeichnet.

Und überall diese Augen.Weit geöffnete, gläserne Augen, in denen sich der blaue Himmel spiegelt, beobachten mich.
Der blaue Glanz nimmt ab, wird dunkler, grauer, fast schwarz und es beginnt zu regnen. Niemand bewegt sich, alle stehen einfach nur da. Schutz suche ich vergeblich. Die Hauseingänge bleiben mir verschlossen. Das Wasser rinnt ihnen vom Haupt, wie Sturzbäche, und plätschert durch die Gassen. Jetzt spucken sie mir vor die Füße, ich muss aufpassen, dass sie mich nicht anspucken und wende meinen Blick ab.

Dann wird es Nacht und alles verschmilzt miteinander zu einer Einheit, die in gelblich-oranges Licht getaucht ist. Plötzlich sehen sich alle noch ähnlicher. Dieselben Farben und dasselbe Licht zeichnen die hohen Figuren unvorteilhaft nach, die durch schmale Augen hinab starren. Wie in einem Labyrinth fühle ich mich, als würde ich mich im Kreis drehen.

Doch je länger ich hingucke, desto mehr kann ich erkennen. Ich beginne die Menschen, hinter ihren Fassaden, wahr zu nehmen. Auf einmal kommen sie mir weniger starr und abweisend vor, diese italienischen Gesichter.

Ich kann jetzt deutlich den stolzen Ausdruck erkennen. Sie wirken so selbstbewusst, wie sie dort im Zentrum stehen. Bei gleißender Sonne und strömendem Regen, seit so vielen Jahren schon. Gesunde Farben zieren ihre Seiten, obwohl sie Tag für Tag die schattigen Gassen Roms säumen müssen.

Genau da bin ich jetzt, mir wird schwindelig von dieser Stadt, zu der ich eine Woche hinauf geblickt habe. Sie hat mich aufgesogen und ich habe mich darauf eingelassen. Nun fühle ich mich wohl, zwischen den sonnigen Gemütern. Trotz ihren Makeln, die sie doch erst so charmant machen.

Wer genau hinschaut kann mehr entdecken, hinter den vermeintlich kühlen Fassaden, den terrakottafarbenen Gesichtern, den Stadthäusern Roms.

von Nora Taake

 

 

Römische Häuser

Fassaden gibt es da, brutal wie Kriegerfressen,
Von Abessinien träumen sie für alle Zeiten.
Und andere, mit kantig vorgebauten Erkern,
Erinnern an das stumpfe Kinn des Imperators.
Stirnfalten unterm Stahlhelm sind am Giebel
Im Sonnenlicht die bronzenen Liktorenbündel.

Dann gibt es welche aus poliertem Travertin,
Wie zarte Rind eischscheiben elegant gemasert.
Das sind die Bankfilialen, Assicurazioni: Bauten,
Die aus den dunklen Zeiten hell herüberstahlen,
Die Fenster eingefaßt, die hohen Eingangspforten.
Hochstapler sind es mit dem Ruf solider Perfidie.

Mir aber sind die Mietshäuserkästen lieb, in Ocker
Und Terrakottatönen mit den grünen Dachterrassen.
Sie singen von den Tagen trübsinniger Notare,
Den Zorn de Übermütter in den Einbauküchen.
Der Traum des biederen Faschisten waren sie,
Sowjetische Chimären eines Capri-Sommers.

So kurvenreich sind viele Straßen,
und so gern Gibt manche hier die Serpentine,
die Hyperbel, Daß sie die Futuristen-Yacht und den Palazzo-Bunker,
Granitgrau die Kommode mit dem Wellenschliff,
Davor, ein erster Tropengruß, die Fächerpalme.

von Durs Grünbein

 

An excursion to Rome and only a few days to deal with this intense city. The results are these photos and corresponding texts about my experiences with Rome’s architecture. Both show how cramped yet how beautiful the capital of Italy really is.

 

Verdichtung

Meine Reise durch Rom beginnt. Eine Woche in einer fremden Stadt, von der ich vorher schon so viel gehört und gelesen hatte. Kaum bin ich angekommen, fasziniert Sie mich. Ich werde eingesaugt in die Menschenmenge, die mich mit sich zieht. In einen Sog, der sich unaufhörlich durch die vielen Gassen bewegt.

Ich fühle mich verloren, zwischen diesen ganzen Gesichtern, die mir auf den Straßen begegnen. Sie blicken auf mich hinab und verfolgen meine Schritte. Ich biege um die nächste Ecke und spüre sie immer noch hinter mir. In jeder Gasse warten neue auf mich, um mich mit steinerner Miene zu beobachten. Sie wirken so fremd und kühl. Ihre Haut ist gezeichnet vom Klima. Manche sind trocken und verblasst, andere rau, rissig und vom Alter gezeichnet.

Und überall diese Augen.Weit geöffnete, gläserne Augen, in denen sich der blaue Himmel spiegelt, beobachten mich.
Der blaue Glanz nimmt ab, wird dunkler, grauer, fast schwarz und es beginnt zu regnen. Niemand bewegt sich, alle stehen einfach nur da. Schutz suche ich vergeblich. Die Hauseingänge bleiben mir verschlossen. Das Wasser rinnt ihnen vom Haupt, wie Sturzbäche, und plätschert durch die Gassen. Jetzt spucken sie mir vor die Füße, ich muss aufpassen, dass sie mich nicht anspucken und wende meinen Blick ab.

Dann wird es Nacht und alles verschmilzt miteinander zu einer Einheit, die in gelblich-oranges Licht getaucht ist. Plötzlich sehen sich alle noch ähnlicher. Dieselben Farben und dasselbe Licht zeichnen die hohen Figuren unvorteilhaft nach, die durch schmale Augen hinab starren. Wie in einem Labyrinth fühle ich mich, als würde ich mich im Kreis drehen.

Doch je länger ich hingucke, desto mehr kann ich erkennen. Ich beginne die Menschen, hinter ihren Fassaden, wahr zu nehmen. Auf einmal kommen sie mir weniger starr und abweisend vor, diese italienischen Gesichter.

Ich kann jetzt deutlich den stolzen Ausdruck erkennen. Sie wirken so selbstbewusst, wie sie dort im Zentrum stehen. Bei gleißender Sonne und strömendem Regen, seit so vielen Jahren schon. Gesunde Farben zieren ihre Seiten, obwohl sie Tag für Tag die schattigen Gassen Roms säumen müssen.

Genau da bin ich jetzt, mir wird schwindelig von dieser Stadt, zu der ich eine Woche hinauf geblickt habe. Sie hat mich aufgesogen und ich habe mich darauf eingelassen. Nun fühle ich mich wohl, zwischen den sonnigen Gemütern. Trotz ihren Makeln, die sie doch erst so charmant machen.

Wer genau hinschaut kann mehr entdecken, hinter den vermeintlich kühlen Fassaden, den terrakottafarbenen Gesichtern, den Stadthäusern Roms.

von Nora Taake

 

 

Römische Häuser

Fassaden gibt es da, brutal wie Kriegerfressen,
Von Abessinien träumen sie für alle Zeiten.
Und andere, mit kantig vorgebauten Erkern,
Erinnern an das stumpfe Kinn des Imperators.
Stirnfalten unterm Stahlhelm sind am Giebel
Im Sonnenlicht die bronzenen Liktorenbündel.

Dann gibt es welche aus poliertem Travertin,
Wie zarte Rind eischscheiben elegant gemasert.
Das sind die Bankfilialen, Assicurazioni: Bauten,
Die aus den dunklen Zeiten hell herüberstahlen,
Die Fenster eingefaßt, die hohen Eingangspforten.
Hochstapler sind es mit dem Ruf solider Perfidie.

Mir aber sind die Mietshäuserkästen lieb, in Ocker
Und Terrakottatönen mit den grünen Dachterrassen.
Sie singen von den Tagen trübsinniger Notare,
Den Zorn de Übermütter in den Einbauküchen.
Der Traum des biederen Faschisten waren sie,
Sowjetische Chimären eines Capri-Sommers.

So kurvenreich sind viele Straßen,
und so gern Gibt manche hier die Serpentine,
die Hyperbel, Daß sie die Futuristen-Yacht und den Palazzo-Bunker,
Granitgrau die Kommode mit dem Wellenschliff,
Davor, ein erster Tropengruß, die Fächerpalme.

von Durs Grünbein

 

Sieben Todsünden

Photography
2013

Sieben Todsünden

Photography

Category: Semester Project
School: Hochschule Mainz
Course Title: Fotografie
Lecturer: Frauke Bönsch
Year: SS 2013

Das Konzept dieser Beautyserie basiert auf den sieben Todsünden (Faulheit, Geiz, Neid, Völlerei, Zorn, Hochmut und Wolllust). Jede Sünde wird von einer Farbe representiert, das Make-Up ist jeweils nach dem Attribut der Sünde geschminkt und der Ausdruck des Models untersteicht diesen zusätzlich.

This concept is based on the seven deadly sins. There are sloth, greed, envy, gluttony, wrath, pride and lust. Each sin is represented by one color, the make-up and the expression on the models face.

Design im ländlichen Raum

Website / Magazine
2013

Design im ländlichen Raum

Website / Magazine

Category: Semester Project
School: Hochschule Mainz
Course Title: From Print to Web
Lecturer: Prof. Philipp Pape
Year: SS 2013

Dieses Web Magazin behandelt das Thema Design im ländlichen Raum. Demografie ist ein aktuelles Problem in Deutschland. Die Menschen ziehen von den Dörfern in die Städte. Deshalb habe ich mir die Frage gestellt: Gibt es noch Design im Dorf? Die Website enthält Artikel zu den Themen Architektur, Fotografie, Typografie und Design.

This web magazine deals with the topic of design in rural areas. Demography is a current problem in Germany. People leave the villages to move into the cities. That’s why I asked myself the question: Is there still design in the village? The website contains articles on architecture, photography, typography and design.

01 - mirror stage

02 - negotiation

03 - Aggregat

04 - the poperator

05 - Thurid

06 - Christ Freeze Dryer

07 - IVAN'S DREAM

08 - FUTHARA

09 - Deutschlands Supergau

010 - 6. NOVEMBER 1632

011 - ALL EYES ON YOU

012 - Verdichtung

013 - Sieben Todsünden

014 - Design im ländlichen Raum